Sechs Tatsachen über schwierige Menschen
Was Sie über Menschen wissen müssen, die andere aussaugen, manipulieren oder enttäuschen.
Sind wir nicht alle etwas schwierig?
Ja und nein. Normalerweise ist es gut, wenn wir uns nicht besser fühlen als andere. Wir haben alle unsere Schwächen. Trotzdem gibt es sie: Menschen, die weit über das normale Maß hinaus schwierig sind und die einem schaden können. Es sind schätzungsweise 10 % der Bevölkerung. Ist das viel? Nein, es gibt immerhin 90 % Menschen, mit denen wir faire und liebevolle Beziehung gestalten können. Und ja, denn 10 % bedeutet auch: früher oder später haben wir mit einem wirklich schwierigen Menschen zu tun.
Sie meinen es nicht böse
Schwierige Menschen haben selbst Schwieriges erlebt. Wenn jemand zum Beispiel häufig zu kurz gekommen ist, dann überrascht es nicht, wenn er heute für seine Interessen kämpft und dabei gar nicht bemerkt, wie sehr er dabei die Interessen anderer verletzt. Wenn eine Person als Kind die Welt als gefährlich erlebt hat, geht sie heute vielleicht Gefahren und Verantwortung aus dem Weg - auch wenn sie andere dadurch im Stich lässt. Doch sollen wir unter schwierigen Menschen leiden, nur weil sie Schweres erlebt haben? Nein, allerdings kann Verständnis helfen, wenn wir uns wehren wollen.
Unsere automatische Reaktion macht uns zum Opfer
Was wir automatisch tun, führt normalerweise zu guten, entspannten Beziehungen: Wenn ein anderer zum Beispiel gestresst ist, gleichen wir das oft aus. Wir sind besonders freundlich und großzügig – die andere Person nimmt das dankbar wahr und gibt es bei Gelegenheit zurück. Doch solche intuitiven Reaktionen machen uns bei schwierigen Menschen zum Opfer. Je mehr wir ausgleichen, umso mehr fühlen diese sich eingeladen, mit ihrem unfairen Verhalten noch weiter zu gehen. Ausnahmsweise sollten wir also etwas anderes tun: nicht nachgeben, sondern sofort auf ein faires Miteinander bestehen; früh Grenzen setzen und ganz bei unserer eigenen Wahrnehmung bleiben, wenn ein schwieriger Mensch etwas anders sieht.
Höflichkeit macht uns zum Opfer
Mehr als uns bewusst ist, ist unser Verhalten durch Höflichkeitsregeln bestimmt. Wir lassen andere ausreden. Wir reden nicht hinter dem Rücken von anderen. Doch wenn sich nur eine Seite an die Höflichkeitsregeln hält und die andere nicht, bekommen rücksichtslose Menschen mehr Macht als ihnen zusteht. Deshalb sollten wir uns, wenn nötig, auch von den Höflichkeitsregeln lösen. Dann unterbrechen wir eine Person, wenn sie uns nicht zu Wort kommen lässt. Oder suchen uns Verbündete (tatsächlich hinter dem Rücken der schwierigen Person), wenn wir ein rücksichtsloses Verhalten alleine nicht stoppen können.
Schwierige Menschen sollten unsere schönen Beziehung nicht bestimmen
Distanz, Härte, Misstrauen und Kompromisslosigkeit – solche Haltungen können im Umgang mit schwierigen Menschen manchmal nötig sein. Doch wer lange Opfer eines schwierigen Menschen ist, verliert sein Vertrauen in den Rest der Menschen. Er wird dann immer distanzierter, härter, misstrauischer und kompromissloser. Das sollte nicht passieren! Je besser wir uns vor schädlichen Verhalten schwieriger Menschen schützen, desto mehr bewahren wir unser Vertrauen. Wir zeigen uns offen, großzügig und verletzbar - dort, wo wir vertrauen können.
Wir können schwierige Menschen erkennen
Wenn es ein Unterschied macht, ob wir es mit einem normal schwierigen Menschen oder einem gefährlich schwierigen Menschen zu tun haben, wie sollen wir denn die einen von den anderen unterscheiden? Aus jeder schwierigen Begegnung können wir etwas lernen. Man kann sich die typischen Merkmale einprägen, an denen wir schwierige Menschen erkennen. Im folgenden Video finden Sie eine humorvolle Übersicht.
Werden Sie nie mehr von einem schwierigen Menschen überrascht
Lassen Sie sich im Umgang mit dem Menschen helfen, der Sie gerade herausfordert. Entdecken Sie, warum es mit manchen Menschen so schwierig ist und was dann hilft. Manchmal erleichtert es auch, eine schlimme Erfahrung besser zu verstehen und zu wissen: „Das nächste Mal kann ich anders reagieren.“
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4x7 Fragen: Mit was für einem Menschen habe ich da zu tun?
Finden Sie es im Stacheltest heraus. (Die Auswertung erfolgt auf Ihrem Gerät, so dass keine persönlichen Daten übertragen werden. Wenn Sie den Browser schließen ist alles gelöscht.)
Meine schwierige Person...
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Erste Hilfe für 7 schwierige Verhaltensweisen
Grenzüberschreiter: Sagen Sie respektvoll, immer wieder und ausdauernd 'Nein'. Erklären Sie freundlich, dass Sie selbst entscheiden wollen und auch Gründe für Ihre Meinung haben.
Blender: Durchschauen Sie hochtrabenden Worte und das vielversprechende Auftreten. Erwarten Sie nicht mehr, als das, was Ihr Blender tatsächlich kann und tatsächlich tun wird - auch wenn das traurig ist.
Energieräuber: Schenken Sie eine kleine Extraportion Verständnis und Unterstützung, aber auch nicht mehr. Bald werden Sie dabei kein schlechtes Gewissen mehr haben.
Einschüchterer: Nehmen Sie Ihre Angst an und stehen Sie zu ihr. Man kann auch mit Angst seinem Einschüchterer erklären, warum man nicht immer nachgeben kann.
Abwerter: Reagieren Sie auf die Abwertungen, indem Sie sie gelassen richtig stellen, Ihre Körpersprache einsetzen (z. B. ein lächelndes Kopfschütteln) oder nachfragen: "Was meinst du genau mit 'entscheidungsschwach'?").
Vermeider: Wer zuviel Angst hat, kann manche Dinge tatsächlich nicht. Wir sollten daher nicht zu viel von Vermeidern erwarten. Doch manche Dinge kann man von jedem erwarten. Wenn ein Vermeider die nicht beiträgt, dürfen wir ungemütlich werden: unsere Gefühle und Erwartungen klar sagen, immer wieder nachhaken, Konsequenzen ankündigen.
Rächer: Sie sollte man unbedingt fragen und einbeziehen, wo sie ein Recht darauf haben. Sie finden selbst keine Stimme, dann müssen wir ihnen helfen, ihre Wünsche zu sagen. Das beugt der Rache vor. Wenn es doch zur Rache kommt, darf man Rächer sollte darauf ansprechen und sagen, wie verletzend oder unangenehm ihr Verhalten war, auch wenn sie zunächst unschuldig tun.
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Das Arbeitsbuch
Mit den Bestsellern "Stachlige Persönlichkeiten" und "Meine Stacheln" sind schon viele Leser in die abgründige Welt der Stacheln eingetaucht.
Dieses Arbeitsbuch gibt Ihnen praktische Hilfen an die Hand, wie Sie schwierige Menschen in Ihrem Umfeld entwaffnen und ggf. eigene Schwächen entschärfen können.
Steckbriefe bieten einen schnellen, kompakten Überblick, Fragebögen erleichtern die Analyse eigener Erfahrungen und Arbeitsblätter ermöglichen es, konkrete Lösungen zu erarbeiten. Die Materialien eignen sich sowohl für das Selbststudium als auch für den Austausch zu zweit oder in Gesprächsgruppen.
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